Sportstätten

Sportstätten
Das richtige Licht für jede Sportart

Grundlage der lichttechnischen Planung von Beleuchtungsanlagen für Sportstätten ist, für die am Spielverlauf und dem Spielgeschehen beteiligten Personen optimale Sichtverhältnisse zu gewährleisten.

Zu unterscheiden sind die kognitiven Voraussetzungen für

  • die am Spielverlauf beteiligten Sportler*innen und
  • die das Spielgeschehen verfolgenden Zuschauer

Die lichttechnischen Anforderungen für eine TV-Übertragung sind zwar getrennt zu berücksichtigen, müssen aber in das Gesamtkonzept einbezogen werden. Im Weiteren sind die lichttechnischen Anforderungen für die einzelnen Sportarten zum Teil sehr unterschiedlich, somit ergibt sich für die Planung der Beleuchtungsanlagen ein komplexes Anforderungsprofil.

Die Grundlage bilden die bestehenden Normen und die praktische Erfahrung und deren „lichttechnische Umsetzung“ für die jeweilige Sportart mit ihren Abläufen.

Sportspezifische Parameter

Um die o. a. Komplexität zu betonen, zeigt die Analyse der sportspezifischen Anforderungen die notwendige intensive Auseinandersetzung mit dieser Materie.

  • Beobachtungsrichtung
  • Beobachtungsdistanz
  • Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung des Sportlers.
  • Größe, Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit des „Sportgerätes“
  • Größe des Spielfeldes, Sicherheitszonen etc.
  • „Lichtraum“ über dem Spielfeld

Um diese Anforderungen lichttechnisch umsetzen zu können ist der Kontrast zwischen dem Spielfeld mit seiner Umgebung und den am Spielgeschehen beteiligten Personen sowie vorhandener „Sportgeräte“ zu beachten.

Die in den Normen als Gütemerkmal angeführte Beleuchtungsstärke ist die Hilfestellung, um die vom Menschen gesehene Leuchtdichte zu „simulieren“. Um mit der Beleuchtungsstärke planen zu können, müssen die räumlichen Reflexionseigenschaften (z. B. Helligkeit und Struktur des Bodenbelages) bekannt sein. Die Anwendung unterschiedlicher Berechnungs-Ebenen bzw. Verfahren ist auf die jeweilige Sportart und deren Bewegungsprofil abzustimmen (z. B. vertikale Beleuchtungsebenen, halbsphärische Beleuchtungsstärke).

Als zusätzliches Kriterium sind die normativen Vorschriften der Sicherheitsbeleuchtung für die am Spielfeld befindlichen Personen zu beachten.

Die besonders in den letzten Jahren erhöhte Aufmerksamkeit zur Vermeidung von Lichtimmissionen stellt eine weitere besondere Herausforderung für die Lichtplanung von Sportstätten-Freianlagen dar. Das derzeit bestehende Regelwerk ist die „ÖNORM O1052-Lichtimmissionen“.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Sportstättenbeleuchtung aus lichttechnischer Sicht einer der umfassendsten aber auch detailliertesten und fachspezifischen Planungsarbeiten ist.

In Österreich wirkt das ÖISS Österreichische Institut für Schul- und Sportstättenbau als Kompetenzzentrum für die Planung, den Bau und den Betrieb von Sportstätten und Bildungseinrichtungen in Österreich.

Planungsgrundlagen in Form von Beleuchtungsguides und Richtlinien enthalten ergänzende und vertiefende Informationen für die jeweiligen Sportarten, basierend auf den normativen lichttechnischen Anforderungen.

ÖNORM EN 12193 – Sportstättenbeleuchtung
ÖNORM B 2608 – Sporthallen
ÖNORM EN 12464, Teil 1 – Arbeitsstättenbeleuchtung im Freien
ÖNORM O 1052 – Lichtimmissionen, Messung und Beurteilung

Link zu den gültigen Normen Österreichs

Normen
European Lighting Expert
Außenbeleuchtung